Säkularinstitute

Der Predigerorden bietet Laien, die sich zu einer radikalen Lebensweise nach dem Evangelium berufen fühlen, ohne ihre Lebensweise zu verlassen, die neue Idee der Säkularinstitute, eines von der Kirche 1947 anerkannten Weges des geweihten Lebens. Die Mitglieder weihen sich dem Herrn, indem sie die evangelischen Räte der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams in einer ihrer Lebensweise angepassten Form leben, die voll in die Welt eingebunden ist, ohne Zusammenleben, aber mit einem echten Gemeinschaftsgefühl.

Bischof L’Heureux, ehemaliger Kaplan der Französischen Nationalkonferenz der Säkularinstitute, sprach so von der Berufung: „Die Kräfte des Lebens machen keinen Lärm. Die Mitglieder der Säkularinstitute opfern sich selbst, während sie wie alle anderen leben, ohne sichtbare Zeichen oder Unterscheidungsmerkmale. Sie teilen den einzigen Staat mit vielen anderen, obwohl es für sie eine Berufung und ohne Tricks ist. Sie leben in allen Teilen der Gesellschaft und können jede Art von Arbeit verrichten. Nichts unterscheidet sie von anderen engagierten Christen. Aber im Geheimen ihres Herzens und mit der Unterstützung anderer in ihrer Gruppe des Instituts und von der Kirche anerkannt, sie machen ein vollständiges Angebot von sich selbst. Sie verpflichten sich, das Evangelium wortgetreu zu leben, ohne eine andere Einstellung zu suchen als die, die der Herr durch die Umstände und die Entscheidungen, die sie im Leben getroffen haben, vorgeschlagen hat. Es ist erstaunlich genug, dass die Kirche einem solchen Ruf vertrauen sollte, als eine lange Tradition des geweihten Lebens darauf bestand, sich von der Welt zurückzuziehen. Aber daß der Heilige Geist aus dieser Welt, die von Egoismus, Geld, Machthunger und Unreinheit geprägt ist, Ort und Mittel einer radikalen Berufung zur Heiligkeit macht, das ist Kühnheit, die sich nur Gott erlauben kann, der die ganze Schöpfung neu macht.(Offb 21,5) Diese Kühnheit findet jedoch unter unseren Augen im Leben vieler unserer Zeitgenossen statt, ohne ein anderes Zeichen als brüderliche Liebe und Freude. Eine neue Berufung, die zu wenige kennen, vor allem die Männer, die ebenso dazu berufen sind wie die Frauen.“

Diese Laien streben danach, vollständig zu leben: Wahrheit, Barmherzigkeit Gottes und Gemeinschaft. Durch ihre Weihe, diskret, in einer ganz normalen Existenz und durch ihre Predigt, die ‚in ihrer Lebenserfahrung verwurzelt ist‘, werden auch sie auf dominikanische Weise Zeugen des Evangeliums.

Gegenwärtig sind drei Dominikanische Säkularinstitute dem Dominikanerorden angegliedert:

Dominikanisches Säkularinstitut Orleans

Seit seiner Gründung unter der Inspiration des Heiligen Geistes im Jahr 1890 haben die Mitglieder des Instituts versucht, ein geweihtes Leben inmitten der Welt zu führen und Christus im Geist des heiligen Dominikus nachzufolgen.
Mitglieder in Frankreich, Polen, Ungarn, Litauen, England, Haiti, Elfenbeinküste, DR Kongo, Vietnam, Kanada | https://dominicain-isdo.ch

Mission Notre-Dame de Béthanie

Gegründet 1948. Die Mitglieder lernen vom seligen Jean-Joseph Lataste, dem Sohn des heiligen Dominikus, alle willkommen zu heißen und die Barmherzigkeit und Hoffnung des Evangeliums mit allen zu teilen, besonders mit denen, die die Gesellschaft ablehnt.
Mitglieder in Frankreich, Schweiz, USA | E-mail: [email protected]

Dominikanische Säkularinstitute

Gegründet 1994 von der Vereinigung dreier Dominikanischer Säkularinstitute: Saint Amand, gegründet 1888 – Saint Nom de Jésus, gegründet 1889 – Sainte Catherine de Sienne, gegründet 1947
Mitglieder in Frankreich, Belgien, Kanada | E-mail: [email protected]

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